Zuchttauglichkeitsprüfung im Berliner Ring

am 04. September 2010

Der Ort: Berlin, Theilestraße
Die Gruppe: Berliner Ring
Der Richter: Roland Bebber
Der Prüfungsleiter: Renate Schulze
Der Helfer: Jeremy Heinz
Teilnehmer: zwölf Deutsche Boxer

Aus unserer Gruppe waren vier Hunde vertreten:

Ayk von der Pohlitzer Mühle (Besitzer und Hundeführer Anja Westphal)

Carlson vom Rhöner Blut      (Besitzer + Hundeführer Stefan Last mit Unterstützung von Sabine)

Aramis vom German Angel   (Besitzer Michael Gaertner, Hundeführer Elke Arendt)

Bushido von der Igelsheide   (Besitzer und Hundeführer Michael Koch)

Als erstes ging `s daran, die Augenfarbe zu bestimmen, die Zähne zu begucken und dann wurde gemessen: Höhe, Länge, Breite (oder fachlich gesprochen: Brusttiefe!)

Unsere vier KWer nahmen das Ganze mit unterschiedlicher Gelassenheit hin:

Während Bushido, Carlson und Aramis die Prozedur mehr oder weniger ruhig über sich ergehen ließen, musste Ayk von Anja fast in den Schwitzkasten genommen werden … Scheinbar haben die anderen vorher wohl etwas mehr geübt …

Anschließend ging es einzeln auf den Hundeplatz. Erst hieß es für die Hundeführer (im Kreis) laufen, laufen, laufen. Hier Stefan mit Carlson:

 

Währenddessen erklärte der Richter uns Zuschauern anhand welcher Winkelung man schon vorher erkennen konnte, dass der Hund laufen würde, wie er jetzt lief!? (Guuut, ich wusste jetzt nicht immer sooo genau, wo das entsprechende Gelenk liegt, geschweige denn, dass ich die Winkelung erkennen konnte, aber dass der Hund dann schön locker lief oder der Rücken etwas fester sein könnte, war mit der guten Erklärung dann auch für mich sichtbar.)

Anmerkung des Richters zu Stefan mit Carlson: „Schaut mal, wie schön der Hund läuft! Der hat zwar keinen richtigen Respekt vorm Hundeführer, aber es sieht super aus!“ [Anmerkung der Red.: der Respekt hat sich durch viel Training jetzt aber eingestellt!] Elke mit Aramis und Stefan mit Carlson durften dann auch eine Runde mehr laufen – vermutlich, weil `s so gut aussah! ;o)

Danach mussten die noch Hunde in der Freifolge beweisen, dass sie schussfest oder schussgleichgültig sind.

Hier hatte Anja anfangs doch ein „Problem“ und Ayk die Lacher auf seiner Seite: Gestartet neben der Schrägwand mit den Bringehölzern holte sich Ayk eins und apportierte erstmal lehrbuchgerecht…

Ob `s ihm Bonuspunkte beim Richter einbrachte? Wer weiß…?!?

Aber beim Schießen zeigten unsere vier Nervenstärke und brachten damit auch diese Disziplin hinter sich.

 

Als alle Teilnehmer durchwaren, ging `s dann mit dem wirklich Spannenden weiter: DER SCHUTZDIENST!

Für die, die noch nie dabei waren: Der Hundeführer lässt sich im Allgemeinen von seinem Hund zur Prüfungsleiterin (also Renate) ziehen

und gibt da seinen Hund erstmal ab. Das ergibt dann folgendes Bild (man bedenke, dass die Ruten die ganze Zeit wie wild wedeln):

Dann läuft man – natürlich absolut Ahnungslos – auf das Versteck vor einem zu, aus dem urplötzlich und völlig unvorhergesehen der Helfer kommt und einem Böses will. Aber natürlich greift an dieser Stelle der eigene Hund ein und beißt dem Bösewicht – mit mehr oder weniger Erfolg – in den Arm. Und um `s vorweg zu nehmen – unsere Vier mit mehr als weniger Erfolg!
Anschließend gab `s noch die lange Flucht und dann war auch schon alles fast geschafft.

 

Der Richter wertete für jeden Hund einzeln aus, was ihm gefallen hatte (und ggf. was nicht), aber bestanden haben den Schutzdienst letztlich alle zwölf teilnehmenden Hunde.

Zum Abschluss musste jeder Hund noch schön vorm Richter präsentiert werden, der diverse Kriterien bewertete. Hier hatten natürlich die den Vorteil, deren Hund das „einfach nur toll aussehen“ für diverse Ausstellungen geübt hatten.

 

Für alle Hunde – und hier besonders für unseren Europajugendsieger Carlson – fand der Richter zum Abschluss ein paar schöne Worte und erklärte auch, wie man den entsprechenden Hund in die Zucht einbringen sollte bzw. wie nicht.

 

Dann gab `s zumeist noch ein paar Worte zur Linie, zum Ahnenverlust und ähnlichem – aber ganz ehrlich: Ich konnt´ mir nicht allzu viel merken!

So konnten alle Hunde – unserer vier und auch die anderen acht – ihre ZTP bestehen und wurden vom Richter – vorbehaltlich der noch zu absolvierenden – und zwischenzeitlich auch bestandenen AD – für zuchttauglich erklärt.

Diesmal für Euch vor Ort: Nadine (ohne Deike)